Caryophyllales > Amaranthaceae > Chenopodiastrum murale

Mauer-Gänsefuß

(Chenopodiastrum murale)

VI - X Home Ruderalstellen
15 - 80 cm indigen VU (A), DD (HR)
Synonym: Chenopodium murale. Therophyt, coll. Der Gesamtblütenstand ist achsel- bis endständig, überragt aber die Blattregion nicht. Die Laubblätter sind eiförmig-rhombisch, tief gezähnt, mit nach vorne gerichteten Zähnen. Die Oberseite der Laubblätter ist glänzend (Lit). In Kroatien ist der Mauer-Gänsefuß eine streng geschützte Pflanze (Lit). In Österreich kommt er nur mehr im Pannonikum etwas häufiger vor, sonst eher selten und unbeständig. In Oberösterreich ist er gänzlich ausgestorben. Gründe für den starken Rückgang sind Dorfverschönerung, Bodenversiegelung und Ermangelung an Misthaufen (Lit).
 
Die Lichtpflanze ist ein Wärmezeiger und gedeiht hauptsächlich an stickstoffreichen Standorten auf trockenen bis mittelfeuchten Böden.
 
 
 
Aufnahmen: 03.04.2015 Pula

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1876

"42G. C. murale. L. (Mauer - G.)
Wurzel spindelig; Stengel aufrecht, 1 — 2' hoch, oder hingeworfen, kantig, ästig, sammt Blättern und Perigonen jung: mehlig, später glatt. Aeste meist ausgebreitet. Blätter gestielt, eirautenförmig, spitz, ungleich grob- und buchtig-gezahnt, dicklich, gleichfarbig, dunkelgrün, glänzend. Blüthen geknäuelt, grün. Knäuel in end- und seitenständigen, blattlosen, anfangs dichten, zuletzt ausgesperrten Trugdolden. Perigone 5spaltig. Samen alle wagrecht, fein punktirt, schwarz, matt, am Rande geschärft-gekielt. Von C. urbicum durch die mehr in’s Eiförmige gebauten Blätter, den ausgesperrten Blüthenstand und die matten, scharf gekielten Samen verschieden, von G. glaucum aber durch die beiderseits gleichfarbigen Blätter auf den ersten Blick zu unterscheiden.
Juli — Sept.


An Wegrändern, Mauern, auf Schutt in Ortschaften niedriger Gegenden, besonders auf ammoniakreichem Boden im ganzen Gebiete zerstreut, stellenweise häufig. Um Linz zunächst auf Donaualluvium in der Lustenau, an Zäunen und auf Schutt der Bauernhöfe. An Weg- und Strassenrändern in Urfahr u.s.w. Fehlt in den Alpenstrichen.
"

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, II. Band (Seite 366), Linz 1876, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.

 

 Letzte Bearbeitung 18.10.2023